Jeanne C. Finleys abschreckender und entlarvender Blick auf bürokratischen Technosprech bietet eine Lehrstunde in „offizieller“ Medienrhetorik. Die urbane Umgebung ist zum Ort taktischer Sprache geworden, die unsere täglichen Leben in einen Science-Fiction-Zustand der ständigen Furcht versetzt. Der Titel Involuntary Conversion bezieht sich auf den Pentagon-Begriff für „crash“ [Unfall, Zusammenprall, Einsturz, Absturz]. Der Film schafft einen Rhythmus der Bedrohung, der von dem ikonischen Bild eines Militärjets am Himmel durchbrochen wird. Die Stimmung des Videos verläuft zwischen alptraumhaft und todernst und wird von einem Narrativ angetrieben, das so hintergründig ist wie die Sprache, die es aufdeckt. Involuntary Conversion wurde 1992 beim 5. VideoFest gezeigt.